Lernwerkstatt 2018/2019: Unsere Tierwelt

Jäger und Wald

 

Für die Lernwerkstatt „Jäger und Wald“ trafen sich die Teilnehmer am 12.5.2019 nicht wie gewohnt an der Montessori-Schule in Weiboldshausen, sondern an der nahen „Steinernen Rinne“. Aufgrund der schlechten Wetterprognosen war der Termin kurzfristig von Samstagvormittag auf Sonntagnachmittag verlegt worden.

 

 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erklärte Jägerin Melanie Loy den 13 Vor- und Grundschülern erst einmal, was ein Jäger überhaupt macht und welche Aufgaben er hat. Dann durften die Kinder den großen Rucksack auspacken und das Handwerkszeug eines Jägers kennenlernen. Das echte Gewehr blieb aus Sicherheitsgründen allerdings zuhause, zum Anfassen gab es zwei Holzgewehre. Aber genauso spannend waren z.B. der Stock zur Verteidigung gegen angreifende Wildschweine oder das Fernglas, durch das alle mal schauen durften.

 

 

Nachdem noch die geltenden Regeln besprochen wurden, ging es los in den Wald.

Unsere Jägerin hatte einige Überraschungen für die wissbegierigen Kinder versteckt.

Zuerst fanden sie Rehbockgeweihe und lernten anhand dieser die Unterschiede zwischen Reh und Hirsch kennen.

 

Ausgerüstet mit Becher- und Handlupen konnten die Kinder an einem großen Ameisenhaufen die kleinen Tierchen untersuchen – und ließen sie danach wieder frei.

 

Ein weiteres Highlight der Entdeckungsreise war ein verlassener Fuchsbau mit vielen Eingängen, neben denen doch tatsächlich ein Fuchs saß – ein von Melanie Loy dort abgestelltes präpariertes Exemplar. Hier lernten die Kinder, dass sich Dachse, Füchse und Kaninchen oft einen Bau teilen und dass dort ein sogenannter Burgfrieden herrscht. Das heißt, dass die Kaninchen im Bau nicht von den Raubtieren gejagt werden – erst wenn sie diesen verlassen.

 

Etwas später entdeckten die Kinder einen Steinmarder an einer Futterkrippe, an der der Jäger die Waldtiere im Winter versorgt.

 

Die Zeit verging wie im Flug und bald wurde es Zeit für eine kleine Rast im Wald. Die hungrigen Waldforscher stürzten sich auf leckere Muffins, Obst und Brezen. Nach dieser willkommenen Stärkung lernten die Kinder noch einige heimische Vögel kennen, die ebenfalls als Präparate versteckt auf die Entdecker warteten. Zum Abschluss durften die kleinen Jäger noch in einen Jägerstand klettern um aus dieser Perspektive über die Felder zu schauen.

 

Bei der anschließenden Präsentation für die Eltern erzählten die Kinder dann, was sie alles über die Waldtiere und die Aufgaben des Jägers gelernt hatten, der Tiere nicht nur schießt, sondern sich vor allem auch um sie kümmert.

 

 

Es war für alle ein erlebnisreicher, spannender und auch anstrengender Nachmittag an dem sie viel Neues gelernt hatten. Jeder durfte noch eine Urkunde und einige Broschüren und anderes Material über die Tiere des Waldes mit nach Hause nehmen, um das neue Wissen dort vertiefen zu können. Diese Lernwerkstatt wird den teilnehmenden Kindern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben.

 

Aufgrund der großen Nachfrage und vielen Anmeldungen wurde diese Lernwerkstatt am Samstag den 18.05.2019 bei diesem Mal strahlendem Sonnenschein wiederholt. Auch in der zweiten Runde hatten die Kinder viel Spaß beim Erkunden des Waldes und erfuhren und lernten dabei viele Neues.