Waldtage in der Grundstufe

“Die vorbereitete Umgebung bezieht sich auf alles außerhalb des Kindes. Maria Montessori fordert eine kindgerechte und entwicklungsstimulierende Umgebung [...].” (unser Leitbild - S. 10)

 

Diese Art von Lernumfeld bieten uns die Natur, die Lebensräume Wald, Wiese und Bach in der unmittelbaren Schulumgebung. Sie bilden eine optimale Voraussetzung für die Umsetzung der geforderten Lehrplaninhalte sowie der Kosmischen Erziehung gemäß Maria Montessori.

 

Einmal im Monat ist das Lernen in der Schule ein Lernen außerhalb der Schule: an diesem Tag ist das ganze Jahr über für alle Gruppen der Grundstufe Waldtag.

 

An diesen Tagen ist der Wald die vorbereitete Umgebung, die das Lernen der Kinder stimuliert: Baum und Blume, Waldbewohner und Tierspuren, Moose und Blätter, Sonne und Wind, Kälte und Regen. Die von der Natur ganz ohne belehrende Absicht gestaltete Umgebung ist ein Lernraum von ganz eigener Wirkung. Er fördert die Sinne und das Besinnen, das Entdecken und Erfinden, das zur Ruhe und zur Stille Finden.

 

Und er fördert das Miteinander. Der Waldtag ist den Kindern ein Ausgleich für das, was sie an den anderen Tagen leisten: ein anders geordnetes Lernen von anders geordneten Dingen wie Rechnen, Schreiben und Lesen.

 

Im Schuljahr 2010/11 fanden die ersten Waldtage statt. Schon damals fand die Montessori-Schule ein geeignetes, “ihr” Waldstück, an dem gemeinsam Waldsofas und Hütten aus Naturmaterialien für gemeinsame Zusammenkünfte, spielerische Angebote und zum Bearbeiten naturwissenschaftlicher Aufträge errichtet wurden.