Die Große Arbeit nach Maria Montessori

In der 8. Jahrgangsstufe erstellen die Jugendlichen eine sogenannte "Große Arbeit".

 

 

Bestandteile dieser Arbeit sind

  • eine Betriebsbesichtigung/ Praktikum bzw. Begleitung durch einen Mentor
  • ein "Werkstück" oder Bastelarbeit, Holzarbeit, Nachbau, Film, Produkt…
  • eine schriftliche Ausführung, am PC erstellt, d.h.  Text + Bilder + Titelseite
  • die Präsentation mit PowerPoint

 

Mit Abschluss der Arbeit haben die Jugendlichen folgende Herausforderungen gemeistert:

 

- intensive, sachliche Auseinandersetzung mit einem Thema

- Formulieren von Sachtexten in eigenen Worten - Aufbau der schriftl. Ausführung, Literaturrecherche, 

   Umgang mit gewählten Office-Programmen, Zitate

 - Organisieren und Bewerten von Informationen / kritischer Umgang mit Medien

 - neue Ebene der wissenschaftlichen Arbeit:

- vielschichtige und vielseitige Auseinandersetzung mit einem Thema

- Thema von mehreren Blickwinkeln betrachten

- Reflexion über eigenes Handeln

- intensive Auseinandersetzung mit einem Interessensgebiet

- Verknüpfung privater Interessen mit schulischem Lernen

- Arbeit gekonnt präsentieren auch vor einem großen und teilweise fremden Publikum

- Vorbereitung auf Berufswelt

- Selbstständigkeit der Jugendlichen

- über sich hinauswachsen und stolz auf sich sein

- Selbstorganisation (Ablauf der Arbeit…)

- Hinausgehen in die Welt

 

Die Jugendlichen präsentieren Ihre Arbeiten mal stolz, mal erleichtert, auch aufgeregt, aber immer gewachsen an Erfahrungen mit Freude am Ende des Schuljahres vor der Schulgemeinschaft nebst Eltern, Familie, Freunden sowie einer Jury, zahlreichen Zuhörern aus der Politik und Betrieben des Landkreises.

 

Der sogenannte Montessori-Abschluss bedeutet für die Jugendlichen noch nicht den Abschluss der Schule - vielmehr schließen sich nun die Jahrgangsstufen 9 und 10 mit den staatlichen Abschlüssen sowie "Quali" bzw. "Mittlere Reife" an. Dafür sind die Jugendlichen nun bestens gerüstet!

 

Sekundarstufe: PCB Projekt - Chemie ist wenn es stinkt und kracht...

kosmisch in der praxis Teil 2:

Alkane und Alkohole

 

Vom 31.01. bis 02.02.2018 fand für alle Acht- und Neuntklässler ein weiteres dreitägiges PCB-Projekt mit Julia Helfert statt, bei dem es wieder einmal zur Sache ging. Eifrig experimentierten unsere Schüler rund um das Thema „Alkane und Alkohole“.

 

Am ersten Tag lernten sie die ersten zehn Alkane, also von Methan bis Decan, kennen, bestimmten deren Aggregatszustand bei Zimmertemperatur und beschäftigten sich mit deren Schmelz- und Siedetemperatur. Im Anschluss stellten sie einen Zusammenhang mit der Länge der Kohlenstoffkette im Alkanmolekül her: Die Schmelz- und Siedetemperaturen nehmen zu, je länger die Kohlenstoffkette wird. Als nächstes stellten die Schüler durch Experimente zur Entflammbarkeit von Heptan und Paraffinöl fest, dass sich Alkane nur in gasförmigem Zustand entzünden lassen. An einer anderen Station konnte die Viskosität von Heptan, Decan und Paraffinöl verglichen werden. Dazu mussten die Schüler die jeweilige Zeit messen, die eine Stahlkugel brauchte, um zum Boden der Reagenzgläser zu gelangen. Des Weiteren gab es noch Experimente zur Löslichkeit und Dichte.

 

Am zweiten Tag standen die Alkohole im Mittelpunkt. Welche Ausgangsstoffe sind für die alkoholische Gärung eigentlich erforderlich? Was gärt am stärksten und schnellsten? Und welche Reaktionsprodukte entstehen bei der Vergärung? Diese Fragen konnten die Schüler mit ganz gewöhnlichen „Chemikalien“ wie Hefe, Haushaltszucker, Apfel- oder Traubensaft experimentell beantworten.

 

Ein exakter Versuchsaufbau war dabei genauso wichtig wie genaues Beobachten und Dokumentieren. Da die Schüler im Umgang mit dem Bunsenbrenner geübt waren und alle Sicherheitsbestimmungen beachteten, konnten sie selbstständig die Löslichkeit, die Siedetemperatur sowie die Brennbarkeit von Ethanol bestimmen und diese mit der von Methanol, Butanol und Hexanol vergleichen. Trotzdem Stand Julia jederzeit zur Seite und gab den Schülern zusätzliche Tipps wie „Je mehr C-Atome enthalten sind, desto gelber ist die Flamme und desto rußiger wird das Tonschälchen, das in die Flamme gehalten wird“.

 

Interessant zu erfahren war auch, dass die „Alltagsdroge Alkohol“ beim Konsum im Magen und Darm über Schleimhäute aufgenommen wird und mit dem Blut in alle Körperteile gelangt. Der größte Teil des Alkohols wird im Körper von der Leber durch Enzyme über zahlreiche Reaktionsschritte zu CO2 und H2O oxidiert und somit vom Körper chemisch abgebaut. Dass das giftige Zwischenprodukt Acetaldehyd den typischen Kater verursacht, ist selbst manch Erwachsenem nicht bekannt.

 

Am letzten Tag wurden die Ergebnisse zusammengetragen und um Fragen an unsere Expertin zu stellen, blieb auch noch genügend Zeit. Dieses Projekt ist ein tolles Beispiel dafür, wie unser Leitspruch „Hilf mir, es selbst zu tun“ umgesetzt werden kann. Vielen Dank vor allem an dich, liebe Julia!